Bitget erweitert Stock-Perpetuals um GDX, NET und LYTE

Aktualisiert am 18. Aug. 2026

Bitget erweitert Stock-Perpetuals um GDX, NET und LYTE

Krypto-Börsen konkurrieren zunehmend über die Breite ihres Angebots – nicht mehr nur über die Zahl der gelisteten Coins. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Trennlinie zwischen digitalen Assets und klassischem Marktzugang immer weiter verschwimmt: Bitget hat drei neue Stock- und ETF-Perpetuals hinzugefügt: GDX, NET und LYTE.

Die neuen Produkte verschaffen Tradern synthetisches Exposure zu einem Goldminen-ETF, zu Cloudflare-Aktien und zu einem auf Photonik und Optik ausgerichteten ETF – alles in USDT abgerechnet. Laut Bitget unterstützen diese Kontrakte einen Hebel von bis zu 20x und können rund um die Uhr gehandelt werden. Damit steigt die Gesamtzahl der Stock-Kontrakte auf der Plattform auf 276 Underlyings.

Warum das für krypto-native Trader relevant ist

Für viele Nutzer im Kryptomarkt liegt der Reiz von Stock-Perpetuals nicht einfach darin, dass sie sich auf Aktien beziehen. Entscheidend ist vielmehr, dass sie bekannte Markt-Themen in eine Struktur verpacken, die sich für Krypto vertraut anfühlt: USDT-Abrechnung, gehebelter Handel und Zugang rund um die Uhr.

Diese Kombination ist aus mehreren Gründen wichtig:

  • Kein separates Brokerage-Konto nötig, um eine Einschätzung zu einem traditionellen Anlage-Thema zu handeln.
  • 24/7-Zugang passt zu der Art und Weise, wie Krypto-Trader ohnehin Risiken managen und Strategien umsetzen.
  • USDT-marginsierte Kontrakte verringern den operativen Aufwand, zwischen Fiat und mehreren Handelsplätzen zu wechseln.
  • Hebelwirkung ermöglicht geringeren Kapitaleinsatz, erhöht aber gleichzeitig das Liquidationsrisiko.

In der Praxis sind diese Produkte eher Derivate als direkter Besitz. Trader kaufen also keine ETF- oder Unternehmensaktien unmittelbar. Sie gehen vielmehr eine gehebelte Position auf die Kursrichtung des zugrunde liegenden Assets ein.

Was die neuen Listings signalisieren

Die drei Neuzugänge sind deshalb interessant, weil sie drei sehr unterschiedliche Markt-Narrative widerspiegeln.

GDX: Goldminen als makroökonomischer Hedge

Goldbezogene Assets ziehen oft dann Aufmerksamkeit auf sich, wenn Trader defensive Positionierung, Inflationssensitivität oder einen Schutz vor erhöhter Marktvolatilität suchen. Mit einem Perpetual auf einen Goldminen-ETF ermöglicht Bitget es Nutzern, genau diese makroökonomische These zu handeln, ohne die Börsenumgebung zu verlassen.

Für Krypto-Trader war Gold schon immer ein wichtiger Bezugspunkt in Debatten über Sachwerte, geldpolitische Entwertung und Risk-off-Positionierung. Ein an GDX gekoppelter Kontrakt erlaubt es, diese Sichtweise direkter auszudrücken.

NET: Infrastruktur und Widerstandsfähigkeit des Internets

Cloudflare bewegt sich an der Schnittstelle von Cloud-Infrastruktur, Sicherheit und Internet-Performance. Das macht NET für viele Krypto-Teilnehmer zu einem vertrauten Namen – insbesondere für diejenigen, die den Infrastruktur-Stack hinter Börsen, Wallets und Web3-Anwendungen verfolgen.

Ein Stock-Perpetual auf NET ist zwar kein Krypto-Asset, passt aber zu den Themen, die Krypto-Nutzer beschäftigen: Verfügbarkeit, Cyberabwehr, Entwickler-Infrastruktur und die breitere digitale Wirtschaft.

LYTE: Exposure zu fortschrittlichen Hardware-Themen

Der LYTE-ETF bringt noch einen weiteren Aspekt ins Spiel: einen Themenkorb mit Schwerpunkt auf Photonik und Optik. Für Marktteilnehmer kann er als Proxy für Hardware der nächsten Generation, fortschrittliche Fertigung und Teile der Halbleiter-Lieferkette dienen.

In einem Markt, in dem KI-Infrastruktur, Chips und High-Performance Computing zu den großen Narrativen gehören, können thematische ETFs wie dieser für Trader interessant sein, die nach Sektorrotationschancen jenseits reiner Krypto-Kursbewegungen suchen.

Ein Hinweis darauf, wie sich Börsenprodukte weiterentwickeln

Das Wachstum von Stock-Perpetuals passt zu einem breiteren Trend im Jahr 2025: Krypto-Plattformen entwickeln sich immer stärker zu Multi-Asset-Handelsplätzen.

Parallel dazu gewinnen an Bedeutung:

  • tokenisierte Real-World-Assets,
  • On-Chain-Treasury-Produkte,
  • Perpetual-Märkte auf Nicht-Krypto-Instrumente,
  • und eine allgemein wachsende Nachfrage nach 24/7-Marktzugang über alle Anlageklassen hinweg.

Für Trader ist die Botschaft klar: Die moderne Börse ist längst nicht mehr nur ein Ort, um Bitcoin oder Ethereum zu handeln. Sie wird zunehmend zu einem Venue für Makro-Positionierung, Sektorrotation und Cross-Asset-Spekulation.

Allerdings hat dieser Komfort auch seinen Preis.

Worauf Nutzer vor dem Handel achten sollten

Stock-Perpetual-Kontrakte können nützlich sein, sind aber nicht für jedes Konto und nicht für jede Strategie geeignet. Vor dem Einstieg sollten Trader auf Folgendes achten:

  • Funding-Kosten und deren Einfluss auf länger gehaltene Positionen
  • Liquidationsschwellen bei hohem Hebel
  • Kontraktspezifikationen, einschließlich Abrechnungswährung und Margin-Regeln
  • Marktvolatilität, insbesondere rund um Quartalszahlen, Makrodaten und ETF-Zuflüsse oder -Abflüsse
  • rechtliche Einschränkungen nach Jurisdiktion, da der Zugang je nach Region variieren kann

Wenn das Ziel langfristiges Exposure ist, kann direkter Besitz die bessere Wahl sein als gehebelte Derivate. Wenn es darum geht, kurzfristige Themen zu handeln, bieten Perpetuals zwar Flexibilität – aber nur mit diszipliniertem Risikomanagement.

Wo Self-Custody weiterhin ihren Platz hat

Auch wenn Börsenprodukte immer ausgefeilter werden, bleibt Self-Custody ein wichtiger Bestandteil eines ausgewogenen Krypto-Setups. Trader, die gehebelte Instrumente auf zentralisierten Plattformen nutzen, bewahren ihre Kernbestände an digitalen Assets oft weiterhin offline auf – fernab des täglichen Handelsrisikos.

Genau hier kann eine Hardware-Wallet weiterhin nützlich sein. Für Nutzer, die aktiv an Börsen handeln, ihre langfristigen Bestände aber schützen möchten, kann ein Gerät wie OneKey dabei helfen, Spekulationskapital von Vermögenswerten zu trennen, die zur Aufbewahrung gedacht sind. In einem Markt, der inzwischen sowohl Krypto- als auch traditionelle Instrumente umfasst, kann diese Trennung eine praktische Möglichkeit sein, den Überblick zu behalten und unnötiges Risiko zu verringern.

Fazit

Bitgets Erweiterung um GDX, NET und LYTE unterstreicht einen breiteren Wandel in der Struktur des Kryptomarkts: Nutzer wollen mehr als nur Spot-Trading und Token-Spekulation. Sie wollen Zugang zu Makro-Themen, Sektorwetten und Derivaten mit Rund-um-die-Uhr-Handel – alles an einem Ort.

Mit USDT-Abrechnung, 20-fachem Hebel und 24/7-Handel sind diese Stock-Perpetuals für aktive Marktteilnehmer gedacht, die die Risiken verstehen. Für krypto-native Trader sind sie ein weiteres Zeichen dafür, dass die Grenze zwischen digitalen Asset-Märkten und der traditionellen Finanzwelt immer durchlässiger wird.

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