Bitget listet SHAZ-, SOFI- und PENG-Aktien-Perpetual-Kontrakte
Bitget listet SHAZ-, SOFI- und PENG-Aktien-Perpetual-Kontrakte
Bitget hat sein Angebot an Aktien-Perpetual-Kontrakten um drei neue Märkte erweitert: SHAZ, SOFI und PENG. Die neu gelisteten Kontrakte werden in USDT abgerechnet, ermöglichen Hebel von bis zu 20x und sind rund um die Uhr handelbar. Mit diesem Update umfasst Bitgets Aktien-Kontraktangebot nun 246 zugrunde liegende Vermögenswerte – ein Zeichen für die zunehmende Annäherung zwischen der Infrastruktur der Kryptomärkte und dem traditionellen Aktien-Exposure.
Für Trader geht es bei der Einführung nicht nur um drei neue Ticker. Sie zeigt auch einen wachsenden Trend im Jahr 2025: Krypto-Börsen bieten zunehmend synthetischen Zugang zu realen Markt-Themen wie Künstlicher Intelligenz, Fintech, Halbleitern und börsennotierten Aktien über Perpetual-Derivate an.
Was wurde gelistet?
Die drei neuen Aktien-Perpetual-Kontrakte sind:
- SHAZ: SharonAI
- SOFI: SoFi Technologies
- PENG: Penguin Solutions
SOFI wird weithin dem Fintech-Sektor zugeordnet, während PENG mit Themen rund um Unternehmenstechnologie und KI-Infrastruktur verbunden ist. Trader können sich öffentliche Marktdaten zu SoFi Technologies über das Profil auf Nasdaq ansehen, und auch Penguin Solutions ist auf Nasdaq gelistet.
Im Gegensatz zum direkten Aktienbesitz im Spotmarkt handelt es sich bei Aktien-Perpetual-Kontrakten um Derivate. Sie ermöglichen es Nutzern, long oder short auf Kursbewegungen zu setzen, ohne die zugrunde liegenden Aktien direkt zu halten. Damit sind sie eher mit Krypto-Perpetual-Futures als mit klassischem Aktieninvestment vergleichbar.
Warum Aktien-Perpetual-Kontrakte im Krypto-Bereich wichtig sind
Perpetual-Kontrakte sind seit Langem ein zentraler Bestandteil des Krypto-Derivatehandels. Ihre Attraktivität liegt im durchgehenden Handel, im Hebel und darin, Marktmeinungen ohne Verfallsdatum ausdrücken zu können. Indem eine ähnliche Struktur auf aktienbezogene Vermögenswerte übertragen wird, schaffen Börsen einen Hybridmarkt, in dem Krypto-Nutzer mit Stablecoin-Sicherheiten ein Aktien-Exposure handeln können.
Zu den wichtigsten Merkmalen der neuen Bitget-Kontrakte gehören:
- Abrechnung in USDT, was die Gewinn- und Verlustrechnung für Krypto-Trader vereinfachen kann
- Hebel bis zu 20x, was sowohl die Kapitaleffizienz als auch das Liquidationsrisiko erhöht
- 24/7-Verfügbarkeit, anders als bei klassischen Börsenhandelszeiten
- Zugang über eine Krypto-Handelsinfrastruktur statt über ein herkömmliches Brokerkonto
Dieses Modell passt zu einem breiteren Branchentrend hin zu tokenisierten Real-World Assets und synthetischem Marktzugang. Sowohl institutionelle als auch private Nutzer interessieren sich zunehmend für Produkte, die Blockchain-Liquidität mit traditionellen Finanzmärkten verbinden. Berichte von Organisationen wie der Bank for International Settlements haben immer wieder thematisiert, wie Tokenisierung und digitale Marktstrukturen die Finanzinfrastruktur langfristig verändern könnten.
Die Chance: Flexibles Exposure zu Aktien-Themen
Für Krypto-Trader können SHAZ, SOFI und PENG unterschiedliche Marktgeschichten repräsentieren.
SOFI wird oft im Kontext von digitaler Finanzwirtschaft, Konsumentenkrediten und der Verbreitung von Fintech betrachtet. PENG hat das Interesse von Tradern geweckt, die KI-Infrastruktur, Rechenbedarf und Zyklen im Bereich Unternehmenstechnologie verfolgen. SHAZ ergänzt die wachsende Liste handelbarer KI-bezogener Vermögenswerte auf Krypto-Derivateplattformen um einen weiteren Namen.
Die Listung dieser Kontrakte könnte besonders für Nutzer relevant sein, die ihre Portfolios bereits in USDT verwalten und Aktien-gebundene Volatilität handeln möchten, ohne Kapital zurück in fiatbasierte Brokerage-Systeme zu verschieben. Das kann bequem sein, bringt aber auch ein anderes Risikoprofil mit sich.
Das Risiko: Hebel, Liquidität und Marktstruktur
Mit der Bequemlichkeit von Aktien-Perpetual-Kontrakten sollte man kein geringeres Risiko verwechseln. Hebel kann Gewinne verstärken, aber auch Verluste beschleunigen. Eine 20x-Position kann bereits durch relativ kleine Gegenbewegungen liquidiert werden, insbesondere in Phasen hoher Volatilität oder dünner Liquidität.
Trader sollten besonders auf Folgendes achten:
- Funding-Raten und deren Einfluss auf die Haltekosten
- Die Indexpreis-Methodik und die Kontraktspezifikationen
- Die Liquiditätstiefe vor dem Eingehen größerer Positionen
- Slippage in schnellen Marktphasen
- Unterschiede zwischen traditionellen Aktienkursen und Perpetual-Kontraktpreisen
- Gegenparteien- und Plattformrisiken
Nutzer, die neu bei gehebelten Produkten sind, sollten allgemeine Lernmaterialien zu Margin und Hebel lesen, etwa die Erklärung zum Margin Trading von Investor.gov. Auch wenn Krypto-Derivate ihre eigene Funktionsweise haben, bleibt das Grundprinzip gleich: geliehene Exponierung erhöht sowohl die Chancen als auch die Risiken.
24/7 Aktien-Exposure ist stark, aber nicht dasselbe wie Aktienbesitz
Einer der wichtigsten Unterschiede besteht darin, dass Aktien-Perpetual-Kontrakte keine Aktionärsrechte vermitteln. Trader erhalten keine Stimmrechte, keine Dividenden und kein direktes Eigentum an den Aktien des zugrunde liegenden Unternehmens. Stattdessen handeln sie einen Kontrakt, der die Kursentwicklung nach den Regeln der Börse abbildet.
Das 24/7-Handelsmodell kann attraktiv sein, weil Kryptomärkte nie schließen. Traditionelle Aktienmärkte haben jedoch feste Handelszeiten, Ergebnisberichte, regulatorische Offenlegungspflichten und einen After-Hours-Preisfindungsprozess. An Wochenenden oder in Phasen, in denen der zugrunde liegende Aktienmarkt geschlossen ist, können Derivatepreise empfindlicher auf Stimmung, Funding und Liquidität reagieren.
Deshalb sollten Nutzer Aktien-Perpetual-Kontrakte als fortgeschrittene Handelsinstrumente und nicht als einfachen Ersatz für den Kauf von Aktien betrachten.
Ein Zeichen für die Richtung, in die sich Kryptomärkte entwickeln
Bitgets Ausbau auf 246 Aktien-Kontraktmärkte zeigt, wie stark Krypto-Börsen über native Token hinauswachsen. Die nächste Phase des digitalen Asset-Handels dürfte mehr Cross-Asset-Produkte umfassen, etwa tokenisierte Aktien, Rohstoffe, Staatsanleihen-Exposure und andere Real-World Assets.
Gleichzeitig nehmen Regulierungsbehörden synthetische und tokenisierte Finanzprodukte weiterhin genau unter die Lupe. Trader sollten lokale Vorschriften, Plattformbeschränkungen und den rechtlichen Status von Derivaten in ihrer Jurisdiktion im Blick behalten. Die International Organization of Securities Commissions bleibt ein wichtiger Bezugspunkt für globale Standards und regulatorische Diskussionen an den Wertpapiermärkten.
Sicherheitsaspekte für Trader
Beim Handel mit gehebelten Produkten beschränkt sich Risikomanagement nicht auf die Chartanalyse. Auch die Verwahrung von Vermögenswerten spielt eine Rolle. Trader halten für aktive Positionen häufig USDT oder andere Stablecoins auf Börsen, doch langfristige oder ungenutzte Mittel sollten sorgfältiger verwaltet werden.
Eine Hardware-Wallet wie OneKey kann Nutzern helfen, Vermögenswerte selbst zu verwahren, die nicht aktiv für den Handel eingesetzt werden. Für Nutzer, die Gelder zwischen Self-Custody und Börsen verschieben, kann die Trennung von Trading-Kapital und langfristigen Beständen das Risiko von Plattformproblemen, Phishing und Account-Kompromittierung verringern.
Fazit
Die Einführung der SHAZ-, SOFI- und PENG-Aktien-Perpetual-Kontrakte gibt Bitget-Nutzern mehr Möglichkeiten, Aktien-bezogene Themen über krypto-native Infrastruktur zu handeln. USDT-Abrechnung, Hebel und 24/7-Verfügbarkeit machen diese Produkte flexibel, verlangen aber zugleich diszipliniertes Risikomanagement.
Für erfahrene Trader könnten die neuen Listings zusätzliche Chancen rund um KI-, Fintech- und Technologie-Themen eröffnen. Für alle anderen gilt: Erst das Produkt verstehen, dann Hebel einsetzen. Aktien-Perpetual-Kontrakte sind Derivate, keine Aktien, und ihr Risiko kann deutlich höher sein als bei einem Spot-Exposure.



