Bybit listet Tethers regelkonformen Stablecoin USAT mit gebührenfreiem Spot-Handel

27. Jan. 2026

Bybit listet Tethers regelkonformen Stablecoin USAT mit gebührenfreiem Spot-Handel

Am 27. Januar 2026 hat die Krypto-Börse Bybit laut einem offiziellen Update, das über BlockBeats veröffentlicht wurde, den gebührenfreien Spot-Handel für das Paar USAT/USDT eingeführt. Für Nutzer, die sich intensiv mit Stablecoins beschäftigen, ist das weit mehr als nur ein weiteres Listing: Es spiegelt einen breiten Branchentrend der Jahre 2025–2026 wider, bei dem sich Börsen über Liquidität, regulatorische Konformität und kosteneffizienten Handel differenzieren. (Quelle: BlockBeats)

Nachfolgend werfen wir einen Blick darauf, was dieses Listing für den Stablecoin-Markt bedeutet, wie sich USAT im Vergleich zu USDT positioniert und worauf Nutzer beim Handel und bei der Verwahrung von Stablecoins im Jahr 2026 achten sollten.


Was ist passiert: USAT/USDT-Spot-Handel jetzt ohne Gebühren

Laut dem Bericht hat Bybit den 0 Maker / 0 Taker Fee-Handel für das Paar USAT/USDT aktiviert. Das ist deshalb relevant, weil Stablecoin-Paare typischerweise als:

  • Niedrig-volatiles Settlement-Instrument für das Umschichten zwischen Assets genutzt werden
  • Arbitrage-Plattformen zwischen zentralen Börsen (CEXs) und On-Chain-Märkten dienen
  • Liquiditätshubs bei OTC-artigen Transaktionen mit hoher Volatilität fungieren

In einem Markt, in dem Gebührenstrukturen nach wie vor eine große Rolle bei Hochfrequenzstrategien spielen, können gebührenfreie Stablecoin-Paare rasch für Volumen sorgen und Spreads verengen – zumindest innerhalb des Aktionszeitraums.

Zum Vergleich mit dem regulären Gebührenmodell von Bybit und wie die Plattform ihre Handelsgebühren normalerweise berechnet, siehe Bybits offizielle Dokumentation: Bybit Trading Fee Structure.


Was ist USAT (USA₮) und warum ist er so relevant?

USAT (oft als USA₮ dargestellt) ist ein aufsichtsnaher, US-regulierter Stablecoin im Dollarraum und Teil des größeren Stablecoin-Ökosystems von Tether.

Zwei Punkte sind besonders wichtig, wenn es um die Einschätzung von „regulatorisch konformen Stablecoins“ geht:

  1. Tethers öffentliche Positionierung von USA₮
    Tether hat USA₮ als geplanten, US-regulierten Stablecoin angekündigt, der vollständig durch Dollareserven gedeckt ist. Mehr dazu in Tethers Ankündigung: Tether’s announcement.

  2. Hinweise zu Risiken für Emittent und Nutzer
    Die Website von USA₮ macht deutlich: Es handelt sich nicht um gesetzliches Zahlungsmittel, es besteht kein Einlagenschutz nach FDIC- oder SIPC-Standard, und als Emittent fungiert die Anchorage Digital Bank, N.A. Siehe: USA₮ offizielle Seite.

Kurz gesagt: USAT wurde entwickelt, um dem steigenden Bedarf nach regulierter Ausgabe, transparenter Reservehaltung und starker Governance gerecht zu werden – Themen, die den Stablecoin-Sektor ab 2025 zunehmend prägten.


Warum bietet Bybit gebührenfreien Handel bei einem Stablecoin-Paar an?

Aus strategischer Sicht geht es bei gebührenfreiem Handel mit Stablecoin-Paaren meist nicht um Großzügigkeit, sondern um Marktstruktur. Häufige Motive sind:

1) Liquidität im Stablecoin-zentrierten Markt sichern

Stablecoins sind zur Basiswährung des Kryptohandels geworden. Mit dem zunehmenden Fokus auf On-Chain-Abwicklung, tokenisierte Assets und grenzüberschreitende Zahlungen wollen Börsen der effizienteste Brückenbau zwischen Fiat-ähnlicher Liquidität und Krypto-Risiken sein.

2) Adoption eines neuen Stablecoins beschleunigen

Selbst bei starker Unterstützung durch den Emittenten entscheidet am Ende die Distribution über den Erfolg: Listings, Order-Tiefe und Integration in andere Dienste sind entscheidend.

3) Interesse compliance-orientierter Nutzer gewinnen

Angesichts global wachsender Regulierungsanforderungen bevorzugen viele Akteure – darunter Institutionen und regulierte Fintechs – Stablecoins, die auf Compliance, Transparenz und Nachvollziehbarkeit setzen. USAT basiert genau auf diesem Narrativ. Weitere Einordnung bietet auch die Financial Times zum USAT-Projekt.


Worauf Nutzer beim USAT/USDT-Handel achten sollten

Auch ohne Handelsgebühren sind Stablecoin-Trades nicht „risikolos“. Diese Punkte sollten überprüft werden:

Check 1: Liquidität und reale Spreads (nicht nur beworbene Kosten)

Nur weil keine Gebühren anfallen, heißt das nicht automatisch, dass deine Orders optimal ausgeführt werden:

  • Wie tief ist das Orderbuch tatsächlich?
  • Bleiben Bid/Ask-Spreads bei Volatilität stabil?
  • Wie viel Slippage gibt es bei deinen typischen Ordergrößen?

Check 2: Ein- und Auszahlnetzwerke & betriebliche Hürden

Ein Stablecoin ist nur so nützlich wie seine Transfermöglichkeiten. Vor dem aktiven Einsatz von USAT sollten Nutzer prüfen:

  • Welche Blockchains werden vom eigenen Börsenkonto unterstützt?
  • Gibt es Mindestbeträge oder separate Netzwerkgebühren für Auszahlungen?
  • Wie lange dauern Bestätigungen und wie verhält sich das Netz bei Überlastung?

Check 3: Einlösbarkeit und Compliance-Grenzen

Kommt ein Stablecoin mit dem Siegel „konform“, gilt meist auch:

  • Zugangskontrollen (z. B. KYC, Whitelisting)
  • Transaktionsüberwachung für AML/CTF-Zwecke
  • Eventuelle Plattform- oder länderspezifische Einschränkungen

Das ist nicht grundsätzlich schlecht – aber es spiegelt den typischen Kompromiss zwischen freiem Zugang (Dezentralität) und regulatorischer Konformität wider.


Branchentrend 2025–2026: Stablecoins als Infrastruktur, nicht nur als Trading-Werkzeug

Bis Ende 2025 entwickelten sich Stablecoins immer stärker zur eigentlichen Infrastruktur für digitale Finanzmärkte:

  • Zahlungsverkehr: Stablecoins werden zunehmend in Apps zur schnellen Abwicklung eingebunden
  • Treasury-Management: Unternehmen nutzen Stablecoins als programmierbare Cash-Alternative
  • Real-World Assets (RWA) und tokenisierte Settlement-Prozesse: Hier sind Stablecoins oft das fundamentale Tauschmittel

In diesem Kontext lässt sich der gebührenfreie Handel mit USAT/USDT als Signal lesen: Börsen wollen sich den Zugang zum Stablecoin-Handelskorridor sichern – einem Markt, der auch bei ausbleibendem spekulativen Interesse konstant Volumen erzeugt.


Sicherheits-Tipp: Börse vs. Selbstverwahrung bei Stablecoins

Wer aktiv auf Bybit handelt, lässt seine Coins vermutlich auf der Plattform, um schnelle Trades zu ermöglichen. Für mittel- bis langfristige Stablecoin-Bestände – etwa als Rücklagen oder „Trockenpulver“ – setzen viele Nutzer hingegen auf Selbstverwahrung, um das Kontrahentenrisiko zu minimieren.

Hier kommen z. B. Hardware-Wallets ins Spiel. OneKey etwa bietet Offline-Schlüsselverwaltung und Multi-Chain-Support – nützlich, wenn du Stablecoins aus gebührenreduzierten Märkten abziehen möchtest.

Typischer Nutzer-Workflow könnte so aussehen:

  1. Handel mit USAT/USDT auf der Börse optimieren
  2. Nicht benötigte Bestände für den kurzfristigen Handel abziehen
  3. Diese Rücklagen sicher in der eigenen Wallet verwahren

Wichtig: Sorgfältig Adressen überprüfen, das richtige Netzwerk wählen und bei unbekannten Tokens oder Netzwerken zunächst mit einem kleinen Testbetrag arbeiten.


Fazit

Der berichtete gebührenfreie Handel von USAT/USDT bei Bybit ist Ausdruck eines größeren Branchentrends: Stablecoins werden zum zentralen Wettbewerbspunkt – für Liquidität, regulatorische Positionierung und Reichweite.

Für Nutzer bietet sich eine klare Chance (günstigere Konvertierungen, potenziell bessere Markttiefe), aber die Grundprinzipien bleiben dieselben: Liquidität prüfen, Infrastruktur im Blick behalten und Verwahrstrategie klug wählen.

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