DAO kehrt zurück, Backpack nähert sich dem TGE: Das bewegt heute die internationale Krypto-Community
DAO kehrt zurück, Backpack nähert sich dem TGE: Das bewegt heute die internationale Krypto-Community
Veröffentlichung: 30. Januar 2026
Autor: Redaktionsteam von BlockBeats
In den letzten 24 Stunden zeigen sich klare Trends im internationalen Krypto-Diskurs: Große Plattformen und Protokolle erreichen derzeit entscheidende Meilensteine, bei denen aus Narrativen nun konkrete Umsetzung wird. Im Fokus stehen dabei (1) die steigenden Erwartungen an ein mögliches Token-Launch von Backpack, (2) der Aufstieg von ERC-8004 als On-Chain-Vertrauensschicht für autonome Agenten, (3) eine überraschende Wiederkehr von The DAO, diesmal als Sicherheitsfonds, sowie (4) makroökonomische Diskussionen rund um personelle Veränderungen bei der US-Notenbank und deren Auswirkungen auf Liquidität und Risikoanlagen. Gleichzeitig verlagert sich die Ökosystementwicklung zunehmend in Richtung institutioneller Anwendungen, wobei Solana immer häufiger mit Real-World Assets (RWA) und regulierten On-Chain-Instrumenten assoziiert wird. (theblock.co)
1) Backpack und der „TGE-Countdown“: Wenn Punkte nach Pre-Launch riechen
In internationalen Krypto-Kreisen wird Backpack längst nicht mehr nur als „eine weitere Exchange“ wahrgenommen, sondern als Projekt an der Schwelle zum nächsten großen Schritt: einem mit Spannung erwarteten Token Generation Event (TGE) – obwohl bisher kein offizieller Smart Contract oder Launch-Termin angekündigt wurde.
Die wachsende Erwartungshaltung basiert nicht auf einzelnen Teasern, sondern auf der Struktur und Dynamik des Punkteprogramms von Backpack:
- Das Programm läuft saisonal, Punkte werden wöchentlich vergeben.
- Die Kriterien sind bewusst intransparent gestaltet, was die Teilnehmer zu allgemeiner Aktivität motiviert, statt Regeln auszunutzen.
- Rankings werden nach jeder Saison zurückgesetzt – was zu kontinuierlicher Beteiligung führt statt nur einem kurzfristigen Hype.
(Siehe: Backpack Exchange Punkteprogramm) (support.backpack.exchange)
Gleichzeitig lässt sich die Stimmung am Markt zunehmend quantifizieren: Auf Vorhersageplattformen wie Polymarket wird die Wahrscheinlichkeit, dass „Backpack seinen Token bis zum 31. März 2026 veröffentlicht“, inzwischen als hoch bewertet. Das bietet zwar Orientierung, ersetzt aber keine offizielle Bekanntmachung. (Referenz: Polymarket Regeln & Kontext) (polymarket.com)
Was Nutzer daraus mitnehmen sollten: Das wahre Risiko liegt nicht im „Verpassen des TGEs“, sondern im Hineinfallen auf Fakes
Sobald sich ein TGE-Narrativ durchsetzt, folgen Scam-Versuche häufig schneller als die Wahrheit. Wer sich also auf Airdrops oder einen kommenden Token vorbereitet, sollte sich an folgende Sicherheitsprinzipien halten:
- Vertraue nur den offiziellen Kanälen und Dokumenten von Backpack.
- Überprüfe Smart-Contract-Adressen on-chain und vergleiche sie mit Angaben in offiziellen Mitteilungen.
- Behandle alle „Früher Anspruch“-Links als verdächtig – bis das Gegenteil bewiesen ist.
Gerade in solchen Marktphasen bewährt sich ein sorgfältiger Umgang mit der eigenen Wallet. Wer langfristige Bestände halten möchte, sollte Hardware-Wallets nutzen, um sich vor Phishing, bösartigen Browser-Extensions oder kompromittierten Geräten zu schützen.
2) ERC-8004 auf dem Mainnet? Das größere Thema: Vertrauensaufbau für autonome Agenten
Ein weiteres viel diskutiertes Thema ist ERC-8004: Trustless Agents – ein Ethereum-Standard im Entwurfsstatus, der leichtgewichtige Verzeichnisse für Identität, Reputation und Validierung vorschlägt. Ziel ist es, Nutzern die vertrauensfreie Entdeckung und Bewertung von Agenten zu ermöglichen, die für unterschiedliche Organisationen agieren.
Die interessante Nuance: Obwohl ERC-8004 derzeit noch als Entwurf gilt, nimmt die Diskussion stark zu – gerade im Zusammenspiel von Agentenökonomie mit On-Chain-Zahlungen und überprüfbarer Ausführung. (Referenzen: ERC-8004 Spezifikation, Diskussion auf Ethereum Magicians) (eips.ethereum.org)
Warum es auch für Endnutzer wichtig ist (selbst wenn du keine Agenten baust)
ERC-8004 ist Teil eines übergeordneten Trends: Standards für überprüfbare, netz-native Koordination im Internet.
Wenn im nächsten Zyklus autonome Dienste wie automatisierte Handelsagenten, Routenplaner oder Verhandlungsbots dominieren sollten, steigen die Anforderungen an:
- Identitätssysteme (Wer handelt? In wessen Namen?)
- Reputationsmetriken (Wie hat sich der Agent in der Vergangenheit verhalten?)
- Validierungshaken (Ist die geleistete Arbeit nachprüfbar?)
Das ist nicht nur ein Thema für Entwickler – es betrifft die Sicherheit der Nutzer. Gleichzeitig werden sich rund um solche Standards neue Token-Modelle, Anreizmechanismen und Angriffspunkte entwickeln – darunter Sybil-Reputation-Farming, gefälschte Register oder manipulierte Feedback-Graphen. (eips.ethereum.org)
3) „The DAO ist zurück“ – diesmal als Sicherheitsfonds
Eine der symbolträchtigsten Schlagzeilen: The DAO, Name und Sinnbild eines der bekanntesten Zwischenfälle in der Ethereum-Geschichte, kehrt zurück – nicht als Investmentvehikel, sondern als Sicherheitsendowment, das mit nie beanspruchten Geldern aus dem Vorfall von 2016 gespeist wird.
Laut Berichten werden treuhänderisch verwahrte Mittel nun verwendet, um Ethereum-Sicherheitsinitiativen durch DAO-Mechanismen wie quadratische Finanzierung, rückwirkende Grants oder präferenzbasierte Abstimmungen zu unterstützen. (Quellen: The Block Bericht, Cointelegraph Artikel) (theblock.co)
Das Vorhaben steht im Einklang mit Ethereums erklärtem Ziel, Sicherheitsinfrastruktur auf „Zivilisationsniveau“ zu etablieren – unter dem Titel der Trillion Dollar Security Initiative, vorgestellt von der Ethereum Foundation. (Offizielle Bekanntmachung) (blog.ethereum.org)
Warum das weit über symbolische Bedeutung hinausgeht
Die Krypto-Branche war lange vom Wachstumsdenken geprägt – dieses Comeback zeigt: Risikomanagement entwickelt sich zur Kernfunktion:
- mehr Förderung von Sicherheitsprojekten,
- stärkere Fokussierung auf UX im Hinblick auf Schutzmechanismen,
- neue Standards für Wallets und Signaturprozesse,
- wachsende institutionelle Bereitschaft, Kapital on-chain zu bewegen. (blog.ethereum.org)
4) Makro-Perspektive: Wechsel an der Fed-Spitze und Reflexe der Risikomärkte
Auch wenn die Krypto-Nachrichtenlage vom Protokollgeschehen dominiert wird – Makro-Faktoren bleiben präsent. Insbesondere personelle Veränderungen bei der US-Zentralbank beeinflussen die Erwartungen im Hinblick auf Regulierung, Aufsicht und finanzielle Rahmenbedingungen.
Ausgangspunkt war die Bekanntgabe, dass Michael S. Barr zum 28. Februar 2025 als Vize-Vorsitzender für Aufsicht abtritt. (Pressemitteilung der US-Notenbank) (federalreserve.gov)
Am 9. Juni 2025 wurde schließlich Michelle W. Bowman als seine Nachfolgerin vereidigt – nach erfolgreicher Nominierung und Senatsbestätigung. (Pressemitteilung) (federalreserve.gov)
Für Krypto-Händler sind dies keine Randnotizen, sondern potenziell richtungsweisende Impulse für:
- die Risikobereitschaft am Markt,
- neue Anforderungen im Bereich Compliance (z. B. bei Stablecoins und Exchanges),
- und die Geschwindigkeit, mit der institutionelle Krypto-Produkte regulatorisch zugelassen oder zurückgehalten werden.
5) Solanas Wandel: Von Memes zur Infrastruktur für institutionelle Assets
Abschließend ein Blick auf Solana: Das Ökosystem wird 2025–2026 zunehmend durch eine institutionelle Linse betrachtet – RWA und Finanzprodukte mit regulatorischer Rückendeckung rücken in den Mittelpunkt.
Analysen zeigen ein rapides Wachstum tokenisierter Assets auf Solana, insbesondere bei renditetragenden Instrumenten und digitalen Fonds. (Quelle: Messari „State of Solana Q3 2025“) (messari.io)
Ein weiteres institutionelles Signal: Auch etablierte Anbieter von Finanzinfrastruktur haben Solana als Settlement-Layer ins Auge gefasst, unter anderem in Partnerschaft mit R3 und der Solana Foundation. (Financial Times Bericht) (ft.com)
Was das für die Positionierung 2026 bedeutet
Wenn eine High-Throughput-Chain als Plattform für regulierte Finanzprodukte infrage kommt, verändert sich die Nutzerbasis grundlegend:
- mehr Fokus auf Verwahrlösungen,
- stärkere Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen,
- größere Transparenz bei Risikosteuerung,
- höhere Anforderungen an Wallets und Signaturprüfung.
Zum Abschluss: Eine praktische Sicherheits-Checkliste für die aktuelle Marktphase
In einer Phase, in der gleichzeitig ein möglicher Backpack-TGE vorbereitet wird, neue Vertrauensstandards wie ERC-8004 in den Fokus rücken und Sicherheitsinitiativen wie „The DAO“ wieder auferstehen, liegt der größte Vorteil für die meisten Nutzer nicht in Leverage – sondern in operativer Sicherheit:
- Behandle jeden „Claim“-Prozess als potenziell gefährlich – bis zur Verifizierung.
- Trenne Handelsmittel von langfristigen Beständen.
- Nutze sichere Signaturumgebungen, um Malware- und Phishing-Risiken zu minimieren.
- Prüfe jede Vertragsinteraktion doppelt – insbesondere bei neuen Standards oder Tokenstarts.
Wer sich auf stark beobachtete Token-Events vorbereitet oder einfach das Risiko eines Key-Leaks reduzieren möchte, fährt mit einer Hardware-Wallet (z. B. OneKey) gut: Private Keys bleiben isoliert, Signaturen werden bewusster ausgeführt – ein wichtiger Zugewinn in Zeiten gehäufter Betrugsversuche rund um TGEs, Airdrops und neue On-Chain-Identitäten.



