Die brutale Wahrheit hinter Krypto-Liquidationen im Wert von 2,6 Milliarden Dollar: Liquidität tötet den Markt

6. Feb. 2026

Die brutale Wahrheit hinter Krypto-Liquidationen im Wert von 2,6 Milliarden Dollar: Liquidität tötet den Markt

Ende Januar und Anfang Februar 2026 wurde Krypto-Händlern eines eindrucksvoll vor Augen geführt: Es ist nicht der Preis, der Märkte bricht — es ist die Liquidität.

Am 31. Januar 2026 rutschte der Bitcoin plötzlich unter die Marke von 75.000 US-Dollar. Innerhalb von nur 24 Stunden löste dieser Absturz laut Marktanalysedaten von CoinGlass eine Liquidationswelle von etwa 2,56 Milliarden US-Dollar im Derivatemarkt aus (KuCoin News mit Bezug auf CoinGlass). Wenige Tage später setzte sich der Ausverkauf fort: Am 5. Februar 2026 fiel der Bitcoin weiter auf unter 62.000 US-Dollar, gleichzeitig gaben auch US-Aktien deutlich nach – ein klares Signal für eine allgemeine Risikoaversion (AP Marktbericht, Axios).

Besonders schmerzhaft war diese Korrektur aufgrund des Kontextes: Noch im Oktober 2025 markierte Bitcoin mit über 125.000 US-Dollar ein neues Allzeithoch (Reuters über Yahoo Finance). Bis zum 5. Februar 2026 hatte sich der Kurs quasi halbiert (The Guardian). Diese Liquidationen waren also nicht das übliche „Krypto bleibt volatil“. Es war ein Lehrstück darüber, wie moderne Marktdynamiken — u. a. ewige Futures, Leverage-Karusselle und fragmentierte Liquidität — eine normale Korrektur in eine Kettenreaktion verwandeln können.

Dieser Beitrag ist inspiriert durch die liquiditätsfokussierte Betrachtungsweise des Finanzanalysten @plur_daddy, bekannt durch seinen Essay There’s Not Enough Money In The World: die Idee, dass in einem hoch gehebelten System nicht genug marginales Kapital vorhanden ist, um erzwungene Verkäufe aufzufangen, wenn alle gleichzeitig Richtung Ausgang streben.


1) Liquidationen sind keine „Verluste“ – sie sind versteckte Marktorders

„2,6 Milliarden Dollar wurden liquidiert“ klingt, als sei dieser Betrag einfach verpufft. Doch technisch gesehen ist eine Liquidation etwas anderes:

  • Eine Liquidation ist das zwanghafte Schließen einer Position, sobald die Sicherheitsleistung unter die erforderliche Marge fällt.
  • Solche Schließungen werden häufig als aggressive Marktorders ausgeführt (oder durch Risikoengines der Börse gehedgt), was bedeutet: Sie verbrauchen gerade dann die Orderbuchtiefe, wenn sie ohnehin schon schwindet.
  • Das Ergebnis: Slippage, abrupte Kurslücken, Wasserfall-Kerzen – besonders bei ewigen Futures, wo hohe Hebel leicht zugänglich sind und extrem viele Positionen aufgebaut werden.

Die veröffentlichte Liquidationssumme ist somit kein direkter Verlust, sondern ein Symptom tiefer liegender struktureller Schwächen: Zu wenig zweigleisige Liquidität genau in dem Moment, in dem sie entscheidet.


2) Die brutale Liquiditätsgleichung: Es gibt kein „unendliches Bid“

In ruhigen Phasen geht man davon aus, dass es immer irgendwo einen Käufer gibt. Doch in Stressphasen bricht diese Annahme zusammen — denn potenzielle Käufer sind oft:

  • Market Maker, die die Spreads ausweiten,
  • Arbitrageure, die Kapital und Bilanzen benötigen,
  • Spot-Investoren, die auf Bestätigung warten,
  • oder ETFs & Institutionen, die nicht sofort reagieren können oder wollen.

Wenn der Verkaufsdruck zunimmt, zählt nicht mehr der „faire Wert“ – sondern einzig sofortige Ausführbarkeit. Und diese hat ihren Preis: Man bezahlt ihn mit Slippage.

Deshalb kann fehlende Liquidität einen Markt „töten“: Sie verschwindet genau dann, wenn man sie am dringendsten braucht.


3) Warum sich dieser Zyklus besonders heftig anfühlt: Marktstruktur 2025–2026

A) Spothandel wurde institutionell – aber Derivate geben das Tempo vor

Der Allzeithoch im Oktober 2025 wurde vor allem auf institutionelles Kapital und ETF-Zuflüsse zurückgeführt (Reuters). Doch im Abschwung dominieren weiterhin die ewigen Futures den kurzfristigen Preisfindungsprozess, weil gehebelte Positionen viel schneller abverkauft werden als Spot-Positionen umgeschichtet werden können.

B) On-Chain- und Off-Chain-Leverage bewegen sich im Gleichschritt

Zentrale Perpetual-Börsen sind weiterhin dominant, aber auch dezentrale Derivateprotokolle haben sich zu relevanten Liquiditätsquellen entwickelt. CoinDesk zeigte, wie auch dort bei Volatilität große Liquidationen öffentlich einsehbar stattfanden.

Das Fazit: Liquidität ist fragmentierter denn je. Bei Stresssituationen trocknen mehrere Pools gleichzeitig aus — es gibt keinen einheitlichen Markt mehr.

C) Cross-Asset-Deleveraging ist kein theoretisches Szenario mehr

Im Februar 2026 erlebten Edelmetalle extreme Turbulenzen. Gold und Silber brachen teils massiv ein – gemeinsam mit anderen Risikoassets (Bloomberg via Energy Connects). Silber fiel teilweise um 13 % (MarketWatch). Gleichzeitig fielen Bitcoin und US-Aktien am selben Tag dramatisch (AP).

Wichtig dabei: Viele Makro-Trading-Desks verwalten Positionen über verschiedene Assetklassen hinweg. Wenn ein Bereich explodiert, zwingt das oft zu Liquidationen an anderer Stelle.


4) So entsteht ein Liquidations-Kaskade: Eine Schritt-für-Schritt-Autopsie

Typischer Ablauf eines „2,6-Milliarden-Dollar-Liquidationstages“:

  1. Positionen sind überladen
    Funding steigt, Open Interest wächst, alle wetten in die gleiche Richtung.

  2. Ein Auslöser trifft (oder Liquidität versickert einfach)
    Ob ETF-Abflüsse, ein starker Dollar, Aktien-Ausverkäufe oder einfach ein leerer Orderbuch in niedriger Liquidität – der Impuls kommt.

  3. Ein wichtiger Kurslevel bricht – auf Margin-Ebene
    Nicht der schöne Support aus dem Chart, sondern der Punkt, an dem die Sicherheiten großflächig unzureichend werden.

  4. Zwangsliquidationen setzen ein
    Diese verstärken den Verkaufsdruck, was weitere Liquidationen auslöst – eine selbstverstärkende Rückkopplung.

  5. Market Maker ziehen sich zurück
    Spreads weiten sich, Tiefe verschwindet, der Kurs fällt noch schneller – bis genug Risiko aus dem System gespült wurde.

Deshalb gelten diese Events als so brutal: Das System verwandelt Risikoabsicherung in Marktbewegung.


5) Was „zu wenig Geld“ konkret bedeutet: Wie Liquidität in Krypto wirklich aussieht

Liquidität in Krypto ist mehr als nur hohes Volumen. Sie ergibt sich aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren:

  • Orderbuch-Tiefe (wie viel kann verkauft werden, bevor der Kurs stark fällt)
  • Bilanzspielraum (wer kann Risiken übernehmen)
  • Stablecoin-Infrastruktur (welche Sicherheiten sind wo akzeptiert und wie schnell beweglich)
  • Abwicklungs- und Börsenrisiken (funktionieren Transfers unter Netzwerklast?)
  • Zeit (2 Uhr nachts in Asien ≠ 14 Uhr US-Ostküstenzeit)

Wenn all diese Stellschrauben gleichzeitig enger werden, explodieren Liquidationsgrößen – selbst wenn sich fundamental gar nichts verändert hat.


6) Frühindikatoren: Worauf Trader achten sollten, bevor der nächste Absturz kommt

Wer vorbereitet sein will, sollte auf Signale achten, die auf fragile Liquidität hindeuten:

  • Open Interest vs. Spotvolumen: Steigt das OI ohne Spot-Bestätigung, ist das ein Überhebelungssignal.
  • Funding Rates: Einseitig über längere Zeiträume = überfüllte Positionierung.
  • Liquidations-Heatmaps / Clusterzonen: Sehenswerte Werkzeuge wie CoinGlass zeigen gefährdete Level.
  • ETF-Abflüsse: Wenn Spot-Nachfrage durch ETFs bei Stress fehlt – wie Anfang Februar 2026 – drohen schnelle Rückschläge (MarketWatch).
  • Cross-Asset-Volatilität: Wenn Metalle und Aktien stark schwanken, leidet meist auch die Kryptoliquidität (AP, Business Insider zu Silber).

7) Survival-Taktiken 2026: Risikomanagement mit Liquidität im Fokus

Wer langfristig überleben will, braucht mehr als nur den richtigen „Trade“ – sondern eine Positionierung, die den Weg dorthin übersteht.

  1. Leverage nur kurzfristig einsetzen – keine Lebensweise
    Wer bei einem 10%-Wick rausfliegt, „besitzt“ seine Überzeugung nicht – er mietet sie nur.

  2. Rechne mit fehlender Liquidität, wenn du sie brauchst
    Plane für Kurssprünge, keine sanften Leitern. Nutze Limitorders und kalkuliere Slippage ein.

  3. Trenne Handelskapital von Langzeitbeständen
    Halte auf Börsen nur, was du aktiv nutzt. In Stressphasen steigen auch Gegenparteirisiken.

  4. Correlated Collateral vermeiden
    Wenn alle Assets fallen, nützt Diversifikation wenig – Sicherheiten können gemeinsam illiquide werden.


8) Die Rolle von OneKey: Eigenverwahrung wenn Börsenrisiken steigen

Liquidationstage erinnern an eine einfache Wahrheit: Deine Börse ist kein Tresor.

Wer BTC, ETH oder andere Positionen langfristig halten will, sollte sich unabhängig von Plattformen machen. Ein Hardware-Wallet wie OneKey sichert private Keys offline und ermöglicht sichere Transaktionen – vor allem sinnvoll, um strikt zu trennen zwischen:

  • einem Handelskonto (hohes Risiko, hohe Aktivität) und
  • einem Kaltlagerkonto (höchste Sicherheit, minimale Bewegung).

Kurz gesagt: Die Marktstruktur mag vielleicht Liquidität kosten – aber nicht deine Langfrist-Sicherheit.


Abschließend: Der Markt braucht keine neuen Narrative – er braucht mehr Liquidität

Bitcoin kann mit institutionellem Kapital ein neues Allzeithoch markieren (Reuters) – und Monate später halbieren, wenn gehebelte Positionen auf ein dünnes Orderbuch treffen (The Guardian).

Das ist kein Widerspruch. Es ist das prägende Merkmal eines reflexiven, hoch gehebelten Marktes.

Die unbequeme Wahrheit hinter 2,6 Milliarden Dollar an Liquidationen lautet: Der Optimismus war nicht weg – die Käufer waren es.

Und genau das ist 2026 das Risiko, das zählt.

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