EU MiCA-Regelungen sind nun vollständig durchsetzbar: 244 Krypto-Asset-Dienstleister registriert

1. Juli 2026

EU MiCA-Regelungen sind nun vollständig durchsetzbar: 244 Krypto-Asset-Dienstleister registriert

Nach mehreren Jahren der Politikgestaltung und schrittweisen Umsetzung hat die Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) der Europäischen Union einen entscheidenden operativen Moment erreicht: Das maximale „Bestandsschutz“-Fenster für bestehende Anbieter endet am 1. Juli 2026. Das bedeutet, dass Krypto-Unternehmen, die EU-Kunden bedienen, dies nun im Rahmen der MiCA-Autorisierung tun müssen (oder ihre EU-weit tätige Aktivität einstellen müssen). Diese Erwartung wurde explizit durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) in ihrer Erklärung vom späten Juni zur Übergangsfrist und geordneten Abwicklung bekräftigt.

Gleichzeitig hat sich die Marktmitte von der Frage „Was ist MiCA?“ hin zu einer praktischeren Frage verlagert: Welche Unternehmen sind tatsächlich zugelassen – und was ändert sich für Nutzer? Laut dem Zwischenregister der ESMA für MiCA (aktualisiert Ende Juni 2026) sind 244 zugelassene Krypto-Asset-Dienstleister (CASPs) in der Interimsliste verzeichnet – ein kleiner Bruchteil im Vergleich zu Tausenden von Unternehmen, die zuvor unter fragmentierten nationalen Regelungen tätig waren. Die offiziellen Quelldaten können Sie über die Downloads zum Zwischenregister der ESMA für MiCA einsehen.

1) Was „vollständige Durchsetzung“ in der Praxis bedeutet (und warum das Datum wichtig ist)

MiCA kam nicht auf einmal:

  • 30. Juni 2024: Regelungen für Stablecoins (bezüglich Asset-Referenzierter Token und E-Geld-Token) begannen anzuwenden.
  • 30. Dezember 2024: Das umfassendere Regime für CASP-Genehmigungen und das Verhalten begann in der gesamten EU zu gelten.
  • Bis zum 1. Juli 2026: Mitgliedstaaten konnten bestimmten bestehenden Anbietern gestatten, während des Übergangs vorübergehend weiter tätig zu sein („Bestandsschutz“).

Die rechtliche Grundlage und der Zeitplan sind in den EU-eigenen Dokumenten festgelegt, einschließlich Verordnung (EU) 2023/1114 (MiCA) auf EUR-Lex.

Was ändert sich nach dem endgültigen Übergangszeitraum?

  • Zugelassene CASPs können innerhalb eines harmonisierten Rahmens tätig sein und (vorbehaltlich der Benachrichtigungsverfahren) EU-weit unter einer Form von regulatorischem „Passporting“ skalieren.
  • Von nicht zugelassenen Unternehmen wird erwartet, dass sie Neukunden aus der EU nicht mehr aufnehmen und keine Werbung an sie richten sowie ihre Aktivitäten auf das zur Schließung von Positionen oder zur Abwicklung von Überweisungen Notwendige beschränken, während sie während der Abwicklung AML/CFT-Pflichten erfüllen.

Die ESMA fasste diese Erwartungen in ihrer öffentlichen Erklärung vom 23. Juni 2026 zum Ende der MiCA-Übergangsfrist klar zusammen.

2) 244 registrierte CASPs: Was die Zahl signalisiert (und was nicht)

Eine Schlagzeilenzahl wie 244 registrierte CASPs ist aussagekräftig – aber leicht fehlzuinterpretieren.

Was sie signalisiert

  • Regulatorische Konsolidierung ist real. Der EU-Markt bewegt sich von einem Flickenteppich nationaler Registrierungen hin zu einer kleineren Anzahl von beaufsichtigten, kapitalisierten und governance-bereiten Betreibern.
  • Konformität wird zum Wettbewerbsvorteil. In den Jahren 2025–2026 stellten viele Krypto-Unternehmen fest, dass Bankzugang, institutionelle Partnerschaften und sogar Richtlinien von Werbeplattformen zunehmend davon abhängen, nachweislich reguliert zu sein.

Was sie nicht garantiert

  • Die Zulassung eines CASP bedeutet nicht, dass alle Produkte identisch sind oder alle Risiken verschwinden. Nutzer sollten weiterhin das Verwahrungsmodell, die Transparenz, die Sicherheitspraktiken und die operative Widerstandsfähigkeit bewerten.
  • Das Register wird regelmäßig aktualisiert und spiegelt die von den nationalen zuständigen Behörden bereitgestellten Informationen wider. Die ESMA weist darauf hin, dass das Zwischenregister nach einem festgelegten Zeitplan veröffentlicht wird und möglicherweise keine sofortigen nationalen Aktualisierungen widerspiegelt. Informieren Sie sich über den offiziellen Hintergrund und die Dateien auf der MiCA-Seite der ESMA.

3) Was EU-Nutzer als Nächstes erwarten sollten: KYC, Offenlegungen und weniger „Grauzonen“-Optionen

Für viele alltägliche Nutzer mögen das Handelsvolumen und die On-Chain-Aktivität

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