Kyles Hyperliquid-Kritik entfacht Debatte, "孤山银行" startet offiziell — Worüber die globale Kryptoszene heute spricht
Kyles Hyperliquid-Kritik entfacht Debatte, "孤山银行" startet offiziell — Worüber die globale Kryptoszene heute spricht
Veröffentlicht: 9. Februar 2026
Autor: Redaktionsteam von BlockBeats
Redaktion: BlockBeats Editorial Desk
In den letzten 24 Stunden hat sich die globale Kryptodebatte erneut entlang einer altbekannten Trennlinie entwickelt: Dem grundsätzlichen Richtungsstreit zwischen „Krypto als reine Finanzanwendung“ und dem breiten Web3-Narrativ sowie der immer wieder aufflammenden Vertrauenskrise, die entsteht, wenn Hebelprodukte, Marktmechanismen und undurchsichtige Anreizsysteme aufeinandertreffen.
Drei Themen beherrschten dabei besonders den Diskurs:
- „Sollte sich Krypto wieder stärker auf Finanzanwendungen konzentrieren?“ – Angestoßen durch Skepsis gegenüber konsumorientierten „Metas“ und die Forderung, den Fokus wieder auf Abwicklung, Handel und Kapitalbildung zu legen.
- Hyperliquid vs. das VC-Lager – Ausgelöst durch eine kontroverse Kritik von Kyle Samani und die grundsätzliche Frage: Was bedeutet „glaubwürdige Neutralität“ in der Praxis?
- Misstrauen gegenüber Marktstrukturen – insbesondere hinsichtlich Transparenz bei Liquidationen, Anreizsystemen für Market Maker und der Frage, ob Nutzer Fairness wirklich verifizieren können.
Währenddessen schreitet im „Build“-Sektor das Solana-Ökosystem weiter voran: Es vereint zwei starke Trends aus dem Jahr 2025 – KI-Agenten und institutionelle Integration – zu einem neuen Onchain-Stack für Distribution und Ausführung.
Im Folgenden findest du eine strukturierte Analyse: Was ist relevant, was ist Nebel – und worauf sollten wir als Nächstes achten?
1) Richtungsstreit: „Krypto als Finanzsystem“ vs. „Krypto als Alles“
Jeder Bullrun hat sein Buzzword, doch der Kernkonflikt bleibt gleich:
- Die eine Fraktion sieht in Krypto reine Finanzinfrastruktur: Zahlungen, Handel, Abwicklung, programmierbares Kapital.
- Die andere Fraktion sieht Krypto als eine internet-native Koordinierungsschicht, bei der Finanz nur ein Teil unter vielen ist: Identität, Soziales, Gaming, KI, Governance.
Aktuell bekommt das „Finance-first“-Narrativ neuen Rückenwind — und zwar nicht bloß ideologisch, sondern zunehmend institutionell geprägt. Je stärker traditionelle Marktteilnehmer mit tokenisiertem Bargeld und regelkonformen Abwicklungswegen experimentieren, desto mehr verschiebt sich der Fokus auf skalierbare Zuverlässigkeit.
Ein gutes Beispiel: Die zunehmende Verbreitung von tokenisierten Geldmarktfonds, nicht zuletzt auf Solana — angesichts der jüngsten Berichterstattung zur Ausweitung von BlackRocks BUIDL auf Solana.
Warum das wichtig ist: Sollte sich das Finanznarrativ durchsetzen, profitiert vor allem:
- Infrastruktur, die Ausführung, Transparenz und Risikomanagement verbessert
- Stablecoin-basierte Abwicklung und Onchain-Kreditmodelle
- Tokenisierung und Distributionssysteme, die regulatorisch kompatibel sind
Doch gleichzeitig wächst auch die regulatorische und öffentliche Aufmerksamkeit gegenüber Systemen, die sich bereits jetzt wie klassische Finanzprodukte verhalten – besonders im hochgehebelten Trading-Segment.
2) Kyle gegen Hyperliquid: Entscheidender als Meinungen sind Governance und Vertrauen
Die Debatte entzündete sich an einer öffentlich ungewöhnlich scharfen Kritik von Kyle Samani gegenüber Hyperliquid – vor dem Hintergrund strategischer Positionierung und Token-Exposure. Die Reaktionen darauf wurden u.a. hier dokumentiert: BeInCryptos Beitrag zur Kritik und dem darauffolgenden Streit.
Doch jenseits der Persönlichkeiten verlagerte sich die Diskussion rasch auf eine grundlegendere Frage: Was für eine Art von Markt soll Onchain-Trading überhaupt sein?
Zwei konkurrierende Denkmodelle
Modell A: Onchain-Perps als öffentliche Infrastruktur
- Nutzer erwarten transparente Regeln, vorhersehbare Liquidationen und nachvollziehbare Ergebnisse.
- Das Produkt wird bewertet wie ein Protokoll, nicht wie ein Unternehmen.
Modell B: Onchain-Perps als Hochleistungs-Börse
- Nutzer priorisieren Liquidität und Verfügbarkeit.
- Governance, Tokenverteilung und Beziehungen treten in den Hintergrund – zumindest bis etwas schiefläuft.
Hyperliquid steht in der Mitte dieses Spannungsfelds – als leistungsstarke Tradingplattform mit gleichzeitigem Anspruch, eine Gegenbewegung zu VC-geprägten Token-Launches zu sein.
Was jetzt zählt: Klarheit in der Governance, belastbare Entscheidungen in Stressphasen – und die Frage, ob der Markt diese Plattformen als öffentliche Infrastruktur oder profitorientierte Web3-Unternehmen behandelt.
3) Hyperliquids Stresstest: Wenn Hebel auf sozialen Konsens trifft
Abseits der Debatte hatte Hyperliquid konkrete Krisenmomente, die zur Feuerprobe für Vertrauen wurden.
Ein besonders diskutierter Fall: Die Abwicklung einer großen ETH-Position verursachte Verluste für ein Vault-Produkt; daraufhin wurden Hebel- und Marginregeln verschärft. Siehe:
- CoinDesk: Hyperliquid verliert $4 Mio. nach Schieflage eines ETH-Trades über $200 Mio.
- Cointelegraph: Hyperliquid verschärft Margenregeln nach Verlust von $4 Mio.
Zentrale Erkenntnis:
In Hebelmärkten geht es beim Thema „Vertrauen“ nicht nur um die Sicherheit von Nutzervermögen. Es geht auch darum, ob:
- Liquidationen nachvollziehbar sind,
- Anreizsysteme verständlich bleiben,
- Regeländerungen nachvollziehbar und prinzipientreu wirken.
Deshalb tauchen Dezentralisierungsdebatten so schnell wieder auf: Wenn Geld sich blitzschnell bewegt, wird Governance zu einem Risiko-Parameter.
4) Die CEX-Marktstruktur rückt zurück auf die Onchain-Agenda
Ein paralleles Narrativ gewinnt an Fahrt: Händler vergleichen zunehmend zentrale Börsen (viel Liquidität, wenig Transparenz) mit Onchain-Handelssystemen (hohe Nachvollziehbarkeit, oft geringere Tiefe).
In ruhigen Märkten bleibt das akademisch — aber in volatilen Phasen wird es hochgradig praktisch:
- Wie werden Liquidationen angezeigt?
- Haben Market Maker Vorteile durch versteckte Regeln?
- Können Nutzer nachträglich rekonstruieren, was passiert ist?
Selbst wenn viele weiter CEXs wegen tieferer Orderbücher bevorzugen, wächst doch die Erwartung an Transparenz. Der Grund: Onchain-Systeme setzen neue Standards, was "verifizierbar" bedeutet.
Fazit: Der Druck auf die Glaubwürdigkeit steigt auf beiden Seiten. Onchain-Plattformen werden anhand von Belastbarkeit und Neutralität bewertet, zentrale Börsen anhand von Offenheit und Fairness.
5) “孤山银行” startet offiziell: Erebor Bank und die Hoffnung auf kryptofreundliches Banking (mit Timeline-Check)
Was chinesischsprachige Communities verkürzt als “孤山银行” bezeichnen, ist in Wahrheit die Erebor Bank – namentlich inspiriert von der „Einsamen Berg“-Mythologie.
Hier kommt es auf Details an, denn „Eröffnung“ kann Verschiedenes bedeuten: Erhalt einer Banklizenz, vorläufige Genehmigung oder tatsächlicher Start des Geschäftsbetriebs.
Wichtige Meilensteine (öffentlich bekannt)
- 15. Oktober 2025: Die US-Währungsaufsicht OCC verkündet vorläufige Genehmigung zur Gründung von Erebor. Zur Mitteilung des OCC
- 6. Februar 2026: Reuters berichtet unter Berufung auf das WSJ, dass Erebor eine nationale Banklizenz in den USA erhalten hat. Bericht via Yahoo Finance
Warum das wichtig ist – auch wenn man dort nicht Kunde wird
Nach dem Kollaps der Silicon Valley Bank im März 2023 hatten zahlreiche Start-ups und kryptoaffine Unternehmen akute Schwierigkeiten bei der Bankpartnersuche.
Ein Bankinstitut wie Erebor könnte folgendes signalisieren:
- neue On- und Off-Ramp-Optionen zwischen Fiat und Krypto,
- mehr Wettbewerb bei Stablecoin-Abwicklung,
- und ein Umdenken bei Regulierungsbehörden in Bezug auf „digitale Vermögenswerte im Bankwesen“ (nicht unbedingt wohlwollender – aber klarer).
Mehr zum regulatorischen Umfeld und den politischen Spannungen rund um Erebor gibt es hier: Financial Times über die Zulassungsdynamik von Erebor.
6) Solanas Neuerfindung 2025–2026: KI-Agenten + institutionelle Infrastruktur
Während öffentliche Debatten vor allem um Vertrauen kreisen, schreibt sich im Hintergrund ein anderes Narrativ fort — und Solana ist das sichtbarste Beispiel, wo zwei Trends aufeinanderprallen:
(A) KI-Agenten werden zu neuen Ausführungsschichten
2025 entwickelte sich das Thema „AI Agents“ in Krypto von Memes zu real nutzbaren Tools: Frameworks, die Daten auslesen, Entscheidungen treffen und onchain agieren können.
Ein Meilenstein war die Integration von Alloras Inferenz-Layer in das Agenten-Toolkit von Solana:
Technisch Interessierte finden hier den Einstieg:
(B) Institutionen benutzen öffentliche Chains als Distributions-Infrastruktur
Tokenisierte Fonds und Diskussionen rund um RWAs betreffen zunehmend auch Solana:
- CoinDesk zu BlackRocks BUIDL-Integration auf Solana
- Financial Times: R3-Kooperation zur Tokenisierung auf Solana
Strategisches Fazit
Wenn KI-Agenten zur standardisierten DeFi-Schnittstelle werden und institutionelle Produkte auf öffentlichen Chains landen, wird Wallet-Sicherheit und Berechtigungskontrolle zur kritischen Frage – denn automatisierte Prozesse erhöhen sowohl Geschwindigkeit als auch potenziellen Schaden im Fehlerfall.
7) Praktische Tipps: Vertrauen reduzieren, ohne den Markt zu verlassen
Dass sich aktuell „alle gegenseitig unterstellen, unfaires Spiel zu treiben“, liegt weniger an persönlichen Differenzen – sondern daran, dass Krypto immer noch mit dem grundsätzlichen Gegenparteirisiko ringt.
Hier eine einfache Checkliste:
- Trading-Bestände klar von Custody-Vermögen trennen
Nur so viel auf Börsen oder Hot-Wallets wie nötig. Der Rest sicher verwahren. - Rechne mit Regeländerungen in stressigen Phasen
Gilt für zentrale wie dezentrale Anbieter – die Frage ist nur, ob du den Prozess prüfen kannst. - Betrachte KI-Agenten als privilegierten Zugriff
Wer Transaktionen signieren darf, hat operative Autorität. Strenge Limits und Notfallpläne sind Pflicht. - Bevorzuge verifizierbare Berechtigungen
Token-Freigaben, Session-Keys und verbundene DApps regelmäßig überprüfen – besonders bei Ökosystemwechseln.
Wo Hardware-Wallets ins Spiel kommen (und warum das relevant ist)
Wer regelmäßig Kapital zwischen Onchain-Perps, DeFi-Vaults und Agenten-Routinen bewegt, profitiert von einer Wallet, die die Private Keys isoliert.
OneKey bietet sich als Option für Nutzer an, die auf Self-Custody setzen und ein Sicherheitsprofil suchen, das zu Onchain-Transparenz passt – gerade bei langfristigen oder größeren Positionen.
Abschließender Gedanke
Ob Kyle vs. Hyperliquid, die Wiedergeburt kryptofreundlicher Banken à la "孤山银行" oder Solanas KI-Offensive — sie alle deuten auf eine tiefere Marktbewegung hin:
Krypto entwickelt sich zur Finance-grade Infrastruktur – und der Markt lernt gerade neu: Vertrauen ist kein Narrativ. Vertrauen ist eine Frage der Systemarchitektur.



