Meinung: Lasst euch nicht vom 24/7-Handel täuschen – Die NYSE kann dezentrale Perpetual-DEXs nicht ersetzen
Meinung: Lasst euch nicht vom 24/7-Handel täuschen – Die NYSE kann dezentrale Perpetual-DEXs nicht ersetzen
Im sich rasant entwickelnden Umfeld von Blockchain- und Kryptowährungshandel hält sich ein weitverbreiteter Irrglaube: Dass die Einführung des 24/7-Handels durch die New York Stock Exchange (NYSE) eine ernsthafte Bedrohung für dezentrale Börsen für Stock Perpetuals (Perpetual DEXs) darstellt. Diese Einschätzung verkennt jedoch die fundamentalen Unterschiede zwischen traditionellen Börsen und dezentralen Plattformen für ewige Futures wie Hyperliquid oder anderen innovativen Protokollen. Angesichts der Trends für 2025 – etwa tokenisierte Real-World-Assets (RWAs) und On-Chain-Derivate – ist ein tieferes Verständnis dieser Unterschiede unerlässlich für alle, die wahre Souveränität und Innovation im Handel suchen.
Der Mythos vom 24/7-Handel als ultimatives Alleinstellungsmerkmal
Befürworter des dauerhaft geöffneten Handels argumentieren, dass durchgängiger Zugriff – auch an Wochenenden und Feiertagen – Nutzer von DEXs abziehen könnte. Genau dieser ununterbrochene Handel ist jedoch eines der Grundprinzipien, dem Plattformen wie Hyperliquid ihren Erfolg verdanken. Sie ermöglichen nahtlosen Handel mit perpetual Futures, also Futures ohne Laufzeitende oder Rollovers – ein Konzept, das BitMEX 2016 erstmals im Kryptobereich eingeführt hat.
Doch dauerhafte Handelbarkeit ist im DeFi-Sektor längst Standard. Konventionelle Börsen wie die NYSE bleiben geschlossene Ökosysteme, die auf registrierte Broker-Dealer setzen und nach wie vor unter T+2-Abrechnungszeiten leiden. Im Gegensatz dazu führen dezentrale Börsen (DEXs) Transaktionen in Sekunden on-chain über öffentlich zugängliche Blockchains wie Ethereum oder Layer-2-Netzwerke durch, wobei Nutzer dank Wallets jederzeit die volle Kontrolle über ihre Assets behalten. Zwar entfallen so Zwischeninstanzen, doch dafür ist ein erhöhtes Maß an Sicherheitsbewusstsein nötig, etwa gegenüber Smart-Contract-Risiken oder Phishing-Angriffen – Gefahren, die sich durch sichere Hardware-Wallets deutlich minimieren lassen.
Einen tiefergehenden Vergleich zur Governance und Transparenz zwischen Börsenmodellen gibt es in dieser Analyse zu zentrale vs. dezentrale Börsen.
Unterschiedliche Zielgruppen und Grundprinzipien
Die NYSE und Perpetual DEXs konkurrieren nicht direkt – sie sprechen vollkommen verschiedene Nutzergruppen an. Die NYSE richtet sich primär an institutionelle Investoren und regulierte Privatanleger. Ihr Markendesign basiert auf zentraler Kontrolle, Stabilität und umfassender Regulierung. Gleichzeitig ist sie bekannt für intransparente Orderweiterleitung und hohe Einstiegshürden – mit monatelangen Genehmigungsprozessen und kostspieliger Börsenzulassung. Im Fokus steht hier Sicherheit und Kontrolle statt Zugänglichkeit.
Perpetual DEXs hingegen bedienen Krypto-native Nutzer: Hedger, die sich gegen Preisschwankungen absichern wollen, Spekulanten, die mit hohem Leverage (bis zu 100x) auf tokenisierte Aktien setzen, sowie Market Maker, die Liquidität über automatisierte Marktmechanismen (AMMs) oder Orderbücher bereitstellen. Protokolle wie Perpetual Protocol, GMX oder Drift nutzen die Komposabilität der Blockchain – ein einzigartiger Vorteil –, um Kombinationen aus Futures-Positionen mit Uniswap V3 Pools oder GLP-Strategien zu ermöglichen. Dieses Maß an Kapitaleffizienz und on-chain Innovation, untermauert durch Funding Rates zur Anbindung der Futures an Spotmärkte, existiert im tradierten Finanzwesen (TradFi) nicht.
Wie das DEX-Forschungspapier zu Perpetuals aufzeigt, konkurrieren DEXs nicht durch Geschwindigkeit mit zentralisierten Börsen (CEXs) – Blockchains setzen auf Sicherheit und Dezentralität, nicht auf Serverperformance –, sondern punkten durch hybride Liquiditätsmodelle wie real-asset-backed AMMs. Mit Blick auf regulatorische Entwicklungen – etwa die zunehmende Kontrolle der CFTC über On-Chain-Derivate wie bei dYdX – wird klar: DEXs müssen ihre Stärke ausspielen – Permissionless Listings auch für Nischen-Assets und eine Governance durch DAOs, die Tokenhalter einbindet.
Warum Perpetual DEXs das Fundament der Krypto-Zukunft sind
Die antifragile Natur der Blockchain zeigt sich besonders deutlich in Perpetual DEXs: Transaktionen sind öffentlich einsehbar, Gebühren fließen direkt an Liquiditätsanbieter, und der Marktzugang ist so niedrigschwellig, dass neue Token in rasantem Tempo gelistet werden – wenn auch unter Risiken wie Scams. Herausforderungen wie Oracle-Manipulationen, “toxische Liquidität” durch falsche Anreize oder Liquidationen in volatilen Phasen bestehen weiterhin, doch Mechanismen wie Versicherungsfonds und Auto-Deleveraging entwickeln sich stetig weiter.
Hybride Modelle wie futuresbasierter Handel mit tokenisierten Aktien könnten eine Brücke zu TradFi schlagen, aber das zentralisierte Genom der NYSE steht einer DeFi-ähnlichen Souveränität entgegen. Einen umfassenden Einstieg in die Funktionsweise von Perpetual Futures bietet diese Einführung zu Perpetual Futures.
In dieser Ära der Perpetual DEXs für Aktien ist sichere Selbstverwahrung (Self-Custody) nicht verhandelbar – insbesondere bei steigenden On-Chain-Volumina. Hardware-Wallets wie OneKey, mit luftdichter Transaktionssignierung und Multi-Chain-Unterstützung, ermöglichen es Nutzern, hochgehebelte Positionen auf Plattformen wie Hyperliquid einzugehen – ohne Private Keys einem Hot Wallet auszusetzen. So lassen sich Assets in einer wirklich 24/7-dezentralisierten Welt schützen.



