Sicherheitstokenisierung und Prognosemärkte: 7 Krypto-Trends, die 2026 Rückenwind geben

YaelYael
/22. Dez. 2025

Schlüssel-Ergebnisse

• Sicherheitstokenisierung gewinnt an Bedeutung mit ersten kommerziellen Anwendungen.

• Tokenisierte Staatsanleihen etablieren sich als sichere Anlageform in volatilen Märkten.

• Prognosemärkte erreichen den Finanz-Mainstream, jedoch mit regulatorischen Auflagen.

• Restaking entwickelt sich zu einem sicherheitsrelevanten Service mit echten Konsequenzen.

• Modulare Data Availability senkt Kosten und fördert spezialisierte Rollups.

• Bitcoin wird programmierbar, was neue Möglichkeiten für DeFi eröffnet.

• Verbesserte Nutzererfahrung durch Smart Accounts und Passkeys.

Das Jahr 2025 hat deutlich gemacht: Krypto-Zyklen belohnen Disziplin. Während Bitcoin-ETFs und institutionelle Infrastrukturen Fortschritte machten, erlitten viele Altcoins starke Kursverluste und die Liquidität zerstreute sich über mehrere Chains hinweg. Doch unterhalb dieser Volatilität beschleunigten sich einige nachhaltige Onchain-Trends, die sich bis 2026 weiter verstärken dürften. Im Folgenden sieben Impulse, die OneKey-Nutzer:innen und Leser:innen besonders im Blick behalten sollten – angeführt von der Sicherheitstokenisierung und Prognosemärkten, ergänzt um infrastrukturelle und UX-Entwicklungen, die die Onchain-Finanzwelt robuster machen.

Die Kryptomärkte zeigten sich 2025 uneinheitlich: Während sich Bitcoin besser hielt als der Gesamtmarkt, gaben viele mittelgroße und kleinere Token stark nach – ein Muster, das in zahlreichen Branchenreports und Halbjahresanalysen deutlich wurde. In diesem Umfeld gewannen Narrative wie tokenisierte Staatsanleihen und regulierte Marktinfrastrukturen an Bedeutung. Für Entwickler:innen und Schatzmeister:innen ist jetzt der Zeitpunkt, Roadmaps auf reale Adoption auszurichten. Für Selbstverwahrer:innen heißt es: Schlüsselverwahrung auf ein Szenario vorbereiten, in dem regulierte Vermögenswerte, Ertragsinstrumente und Ereigniskontrakte gemeinsam Onchain leben. Einen guten Überblick liefert die Marktanalyse von CoinDesk zur Jahresmitte 2025 (Analyse).

1) Sicherheitstokenisierung: Von Pilotprojekten zur Praxis

Die Tokenisierung regulierter Finanzprodukte – etwa Fonds oder Wertpapiere – hat sich 2025 aus dem Teststadium heraus entwickelt und erste kommerziell relevante Einsätze erreicht:

  • BlackRocks tokenisierter US-Treasuries-Fonds BUIDL, gemeinsam mit Securitize emittiert, erreichte im März ein Volumen von über 1 Milliarde USD und wurde im November als außerbörsliche Sicherheit für institutionelle Handelsgeschäfte anerkannt. Eine zusätzliche Anteilsklasse auf der BNB Chain soll den Nutzen in DeFi erweitern. (Details, Multi-Chain & Collateral)
  • JPMorgan lancierte seinen ersten tokenisierten Money-Market-Fund – als Teil seiner institutionellen Plattformen und als klares Zeichen für mehr Engagement in Onchain-Liquidität. (Bericht)
  • Regulierungsbehörden wie die BIZ dokumentierten die nötigen Voraussetzungen für Tokenisierung, etwa in einem Bericht vom April 2025 mit besonderem Fokus auf Abwicklung, Sicherheiten und bargeldähnliche Instrumente. (Bericht)

Warum das 2026 relevant wird: Konforme Infrastrukturen ziehen konservatives Kapital an und erschließen neue Sicherheitenformen für Handel und Kreditvergabe. Entwickler:innen sollten Whitelist-Flows, Onchain-NAV-Orakel und ineinandergreifende Compliance berücksichtigen. Schatzmeister:innen sollten tokenisierte Fondsanteile explizit als Bestandteile ihrer Treasury-Strategie neben Stablecoins planen.

2) Tokenisierte Staatsanleihen bilden Kryptos Cash-Schicht

Tokenisierte US-Treasuries etablierten sich 2025 als „sicherer Yield“-Baustein in einem volatilen Marktumfeld. Die Marktkapitalisierung stieg kontinuierlich – von 4,2 Mrd. USD im März auf 5,6 Mrd. USD im April – und wächst weiter, da neue Emittenten und Chains hinzukommen. (Marktstand März, Update April)

Auch institutionelle Nutzung legte zu: Mit "Horizon" bietet Aave Labs qualifizierten Institutionen erstmals die Möglichkeit, Stablecoins gegen tokenisierte Fondsanteile zu leihen – einschließlich integrierter Compliance-Prüfungen und NAV-Orakel. (Ankündigung)

2026 wird spannend hinsichtlich: Erweiterte Besicherungsmöglichkeiten (z. B. Börsen, Prime Broker), Multi-Chain-Emission sowie standardisierte Onchain-Offenlegung der NAVs.

3) Prognosemärkte werden Mainstream – mit Auflagen

Ereignisbasierte Märkte erreichten 2024–2025 den Finanz-Mainstream, auch dank klarer regulatorischer Rahmenbedingungen in den USA und neuer Anbieter:

  • Ein Bundesberufungsgericht erlaubte Kalshi im Oktober 2024 die Listung von Wahlkontrakten. Im Mai 2025 zog die CFTC ihre Berufung zurück, was politische Eventkontrakte unter Aufsicht der Behörde weiterhin erlaubt. (Gerichtsurteil, Rücknahme der Berufung)
  • Handelsvolumen erreichten 2025 neue Höhen: Laut aggregierten Dune-Dashboards lag das wöchentliche Nominalvolumen bei über 2 Mrd. USD. Polymarket bereitete unterdessen den US-Relaunch im Beta-Stadium vor. (Volumen-Daten, Beta-Start)

Zwei Aspekte prägen 2026: Erstens sorgen Bedenken zu Methodik und "Wash Trading" für stärkere Überwachung (eine Studie von November 2025 identifizierte künstliches Volumen auf mindestens einer Plattform). Zweitens gestalten sich Produktdesigns weiterhin komplex, bedingt durch unterschiedliche Aufsichtsregime zwischen Bundes- und Bundesstaatenebene. (Studie)

Für Onchain-Nutzer:innen sind diese Märkte eine unkorrelierte „Informations-Assetklasse“ – hochriskant und politisch sensibel. Entsprechend vorsichtig agieren.

4) Restaking: Von TVL zum sicherheitsrelevanten Service

EigenLayer integrierte im April 2025 endlich das Slashing-Feature – ein Meilenstein für das Shared-Security-Modell und der Übergang vom bloßen "Reward Farming" zur Absicherung mit echten Konsequenzen. Mit Milliarden an restakten Assets und Dutzenden aktiver Validierungsdienste dürften AVSs (Actively Validated Services) 2026 erstmals echte Mehrwerte liefern oder unter extremen Bedingungen getestet werden. (Feature-Launch)

Konsequenz: Entwickler:innen sollten AVS-Risiken analog zu L2/L3-Auswahlrisiken handhaben – inklusive Dokumentation zu Validatorensets, Slashing-Kriterien und Rollback-Plänen. Schatzmeister:innen sollten Restaking-Risiken wie Kontrahentenrisiken behandeln.

5) Modulare Data Availability senkt Kosten und multipliziert Rollups

2025 reifte der Markt für spezialisierte Data Availability (DA) weiter heran. Celestias DA-Layer wurde zunehmend in Rollup-Frameworks integriert, u.a. ins Polygon Chain Development Kit, und gewann bei "Rollup-as-a-Service"-Anbietern an Bedeutung. Ein Zeichen, dass DA-Auswahl ein Standardhebel zur Steuerung von Skalierung und Kosteneffizienz wird. (CDK-Hintergrund)

Relevanz: Günstigere DA erlaubt spezialisiertere Rollups – erhöht aber zugleich Fragmentierung in der Nutzererfahrung sowie Liquiditätsprobleme, die Wallets und Bridges 2026 adressieren müssen.

6) Bitcoin wird programmierbar: BitVM und neue L2s

Parallel entwickelt sich Bitcoin als programmierbare Plattform: ohne Sicherheitseinbußen, aber mit deutlich größerem Spielraum. 2025 lancierte Citrea eine Testnetz-Version seiner Clementine-Bridge auf Basis von BitVM2 und will damit die Überführung von BTC in Rollups effizienter, trust-minimiert und breiter nutzbar machen. Für 2026 sind weitere BTC-L2s zu erwarten, die auf BitVM-ähnliche Optimisticschichten setzen. (Technologie-Meilenstein)

Wichtig: Beobachten, wie final Exit-Zeiten sind, wie gut Challenge-Games in der Praxis skalieren – und ob native BTC-Nutzer:innen bereit sind, Smart-Contract-Risiken zugunsten von Funktionalität einzugehen.

7) Wallet-Erlebnis durchbricht die Schallmauer: Smart Accounts & Passkeys

Dank Account-Abstraktion und Passkeys hat sich das Nutzererlebnis massiv verbessert. Die FIDO Alliance berichtete 2025 von gestiegener Akzeptanz, höheren Erfolgsraten bei Logins und erheblich weniger Supportaufwand – klare Zeichen für die Reife passwortloser Authentifizierung. (Update, Business-Metriken)

Auch Onchain erleben wir Fortschritte: Anbieter wie Coinbase bieten Smart Wallets mit Passkey-Support und Gas-Sponsoring – mit deutlich verbesserter UX, aber auch neuen Backup- und Recovery-Prozessen. Passkey-Nutzer:innen sollten genau wissen, wie Wiederherstellung funktioniert. (Hilfecenter-Artikel)

Für 2026 zu erwarten: Breitere Passkey-Integration bei Dapps, mehr Tools für ERC-4337 und bessere „Panikknopf“-Szenarien mit Kombination aus Gerät, sozialer Wiederherstellung und Hardwarekeys.


Strategie-Guide für 2026

Für Entwickler:innen

  • Komponierbarkeit mit Compliance: Nutzer:innen werden Fondsanteile, Stablecoins und Eventkontrakte in denselben Wallets halten. Bieten Sie intentbasiertes Routing und MEV-sensiblen Orderflow für optimale Ausführung an. CoW Swap bietet bereits ein Vorbild. (Technischer Hintergrund)
  • Transparenz bei Risiken: Abhängigkeiten von AVS/DA-Layern sollten menschenverständlich dokumentiert sein.

Für Schatzmeister:innen und Fondsverwalter:innen

  • Formalisieren von Treasuries-Richtlinien: Integrieren Sie tokenisierte Staatsanleihen/Money-Market-Funds in die Cash-Allokation – inkl. Verwahrregeln, Whitelist-Status, Akzeptanz als Sicherheit, Rebalancing-Schwellen. (Marktentwicklung)
  • Prognosemärkte als Event-Risiko behandeln: Kleine Positionierung, rigorose Plattformprüfung – auch angesichts sich wandelnder Rechtslage. (Rechtlicher Kontext)

Für Selbstverwahrer:innen

  • Heißes UX, kalte Sicherheit: Passkey-gestützte Smart Wallets für täglichen Gebrauch, aber langfristige Token-Wertanlagen (z. B. Fondsanteile) gehören offline mit klarem Recovery-Konzept verwahrt.

Risiken & offene Fragen

  • Regulatorische Koordination: Eventkontrakte, Stablecoins und tokenisierte Fonds existieren in Silos. 2026 wird verstärkte Abstimmung nötig. (BIZ-Analyse)
  • Datentransparenz: Standardisierte NAV-Feeds werden Pflicht, sofern tokenisierte Fonds gängige Sicherheitenrolle einnehmen sollen. (NAVLink-Ansatz)
  • Infrastrukturelle Risiken: Shared Security und modulare DA erhöhen Flexibilität – aber auch Abhängigkeitskomplexität. 2026 wird zur Feuerprobe.

Letztes Wort: Custody ist ein Feature – kein Nachgedanke

Wenn tokenisierte Treasuries, Eventkontrakte, Restaking-Erträge und BTC-L2s im selben Portfolio landen, wird Schlüsselmanagement zum entscheidenden Unterscheidungsmerkmal. Wer tokenisierte Fonds oder hochpreisige BTC/ETH-Positionen hält, sollte eine Smart Wallet für den Alltag mit einem Hardware-Wallet für sichere Langzeit-Custody kombinieren.

OneKey ist für diese hybride Zukunft gebaut: sichere Offline-Custody für Multi-Chain-Assets inklusive tokenisierter Fonds, Stablecoins und L2-Vermögenswerte – verbunden mit einfacher Passkey-basierter UX im Alltag. Diese Trennung – heiße Nutzung, kalte Sicherheit – reduziert Fehler und erhöht zugleich Onchain-Nutzen.

Wenn du in einem der sieben Felder baust oder investierst und deinen Custody- und Zugriffspfad überprüfen möchtest: Wir helfen dir gern.

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