Stablecoin Weekly: Was das System-Upgrade von Coinbase über den Weg der Kryptoindustrie zur Internet-Super-App verrät

YaelYael
/22. Dez. 2025

Schlüssel-Ergebnisse

• Coinbase erweitert sein Angebot über Krypto hinaus in traditionelle Märkte.

• Die Einführung von 24/7-Futures und globalen Derivaten erhöht die Marktverfügbarkeit.

• Stablecoin-Zahlungslösungen ermöglichen eine direkte Monetarisierung ohne Banken.

• Die neue Base App vereint verschiedene Funktionen in einer Anwendung und nutzt USDC als Standardwährung.

• Regulatorische Entwicklungen unterstützen die Akzeptanz und Nutzung von Stablecoins.

In der vergangenen Woche hat Coinbase eine Reihe tiefgreifender Systemupdates veröffentlicht – darunter Neuerungen in den Bereichen Handel, Derivate, Stablecoin-Zahlungen, KI-native Protokolle sowie eine neue Super-App für Endverbraucher. Zusammengenommen wirken diese Ankündigungen wie eine WWDC – jedoch für On-Chain-Finanzsysteme. Diese Updates sind weit mehr als nur Produktpflege: Sie zeichnen eine Vision der „Everything Exchange", in der Identität, Zahlungen, Märkte und Apps auf einem programmierbaren Fundament – angetrieben durch Stablecoins – zusammenfinden. Was hier entsteht, ist kein bloßer Ausbau einer Börse, sondern ein Fahrplan dafür, wie Krypto die nächste Generation internetbasierter Plattformen neu gestalten könnte.

Warum diese Woche entscheidend ist: Coinbase formt die „Everything Exchange“

  • Ausweitung über Krypto hinaus in traditionelle Märkte: Coinbase kündigte an, künftig auch den Handel mit Aktien und Event-Kontrakten anzubieten. Dabei vertieft die Börse ihre Aktivitäten im Bereich Prognosemärkte durch eine Partnerschaft mit Kalshi und zeigt klar, dass sie einen One-Stop-Shop für unterschiedliche Assetklassen aufbauen will. Berichterstattung dazu von Reuters und Barron’s.

  • Rund-um-die-Uhr Futures in den USA und globale Derivate-Expansion: Coinbase Derivatives startet 24/7-Futures für BTC und ETH, erweitert den Non-Stop-Handel auf weitere Assets und plant mit der Übernahme von Deribit den Ausbau im Optionsgeschäft. Mehr dazu im Coinbase‑Blog sowie bei CoinDesk und CoinDesk/Business.

  • Stablecoin-Zahlungslösungen für Händler und Unternehmen: Mit Coinbase Payments startete Coinbase eine Stablecoin-Zahlungsplattform inklusive Shopify-Integration. Die Suite für Geschäftskunden – Coinbase Business – ermöglicht USDC-basierte Auszahlungen und Treasury-Management.

  • Maschinen, die bezahlen: KI trifft HTTP 402: Durch das x402-Protokoll bringt Coinbase das lange vergessene HTTP-Statuscode 402 („Payment Required“) wieder zum Leben. KI-Agenten erhalten Wallets und können APIs selbstständig bezahlen. Weitere Infos in den x402 Entwickler-Dokumenten sowie über Yahoo Finance.

  • Verbraucher-Super-App auf Base: Die neue Base App ersetzt die bisherige Coinbase Wallet und vereint Trading, Zahlungen, Soziale Netzwerke, Messaging und Mini-Apps – alles mit USDC und betrieben auf dem Base L2. Siehe auch die Berichterstattung von CoinDesk.

Wichtig: Diese Produkte profitieren von einem vorteilhaften regulatorischen und makroökonomischen Umfeld. Visa ermöglicht inzwischen USDC-Abwicklungen für US-Institutionen, und im Juli 2025 wurde ein bundesweiter Stablecoin-Rahmen verabschiedet (CNBC).

Die Super-App-Architektur in vier Schichten

1) Experience-Layer: Base App und Mini-Apps

Die neue Base App vereint Wallet, Zahlungen, soziale Netzwerke und Messaging in einer Anwendung – inklusive Support für Onchain-Mini-Apps. Genutzt werden Protokolle wie Farcaster (Social) und XMTP (Messaging). Der Gedanke dahinter: Web2-Komfort mit Web3-Souveränität verbinden – mit USDC als Standardwährung für den Alltag. Erläuterungen bei CNBC und CoinDesk.

2) Geld-Layer: USDC für Privatpersonen, Unternehmen und Banken

Coinbase macht USDC zum Produkt: Über Coinbase Payments und Coinbase Business entstehen ausgereifte Zahlungssysteme inklusive Rückerstattungen und programmierbarer Kassenprozesse. Gleichzeitig ermöglicht Visa jetzt USDC-Settlement. Der Nutzen: schnellere Abwicklung, Verfügbarkeit am Wochenende, und Stablecoins werden Bestandteil relevanter Finanzprozesse – nicht bloß Krypto-Trading.

3) Agent-Layer: HTTP 402 für APIs und KI

Mit x402 wird „HTTP 402 Payment Required“ zum Webstandard für Mikrotransaktionen. KI-Agenten können autonom für API-Zugriffe bezahlen. Standardprozess: Ein Server antwortet mit 402 und den Zahlungsanforderungen, der Client bezahlt in USDC und wiederholt die Anfrage mit Proof. Details gibt’s in den x402-Dokumenten und über Yahoo Finance/Decrypt.

4) Markt-Layer: Rund-um-die-Uhr-Derivate, Optionen und Event-Kontrakte

Mit 24/7-Futures und der Übernahme von Deribit sorgt Coinbase für eine immer verfügbare Märktebene. Zusätzlich wird mit Aktien- und Eventkontrakten experimentiert – alles vereint in einer App, über Stablecoin-Salden abgedeckt.

Bedeutung für Stablecoins

  • Von Infrastruktur zur Umsatzquelle: Stablecoins entwickeln sich vom bloßen Zahlungsschienen-Tool zum zentralen Zahlungsmittel für digitale Dienstleistungen. USDC-Akzeptanz durch Händler über Coinbase Payments sowie x402-basierten Mikrotransaktionen pro API-Call zeigen: Stablecoins ermöglichen Monetarisierung direkt – ohne Banken oder Karten. CoinDesk und x402 Übersicht liefern Details.

  • Regulatorischer Rückenwind: Das US-Stablecoin-Gesetz (Juli 2025) gibt klare Regeln zu Emission und Reservehaltung. Visa demonstriert mit US-weitem USDC-Settlement, dass traditionelle Institute integrieren können, ohne Frontends zu verändern.

  • Massentauglichkeit rückt näher: Laut Marktanalysten steigen Kapitalisierung und Nutzung von Stablecoins stetig. Sie finden vermehrt Anwendung – etwa für Überweisungen oder B2B-Zahlungen. Eine gute Momentaufnahme liefert Cointelegraph.

Risiken und offene Fragen

  • Regulatorischer Gegenwind bei Event-Märkten: Prognosemärkte und Eventkontrakte sind in vielen US-Staaten sensibel. Ob die „Everything Exchange“ dort skaliert, hängt vom regulatorischen Spielraum ab. Mehr Hintergrund bei Barron’s.

  • UX vs. Kontrolle: Integrierte Wallets mit Passkey-Login reduzieren Barrieren, werfen aber Fragen zur Schlüsselverwaltung, Wiederherstellung und Zahlungsverantwortung auf – insbesondere bei KI-Autonomie. Klare Kommunikation und Trennung von „Spending-“ und „Savings“-Wallets sind unerlässlich.

  • Liquidität und Interoperabilität: Für effiziente Margins und Cross-Margining ist klare Marktstruktur nötig – vor allem, wenn Aktien, Krypto und Event-Kontrakte in einer App nebeneinander bestehen. Hier ist in US-Märkten noch viel im Fluss.

Für Entwickler: Konkrete Schritte

  • Setzt auf Stablecoin-Prio bei Kasse und Auszahlungen via Coinbase Business und der Base-Toolchain. KPIs sollten Autorisierung, Rückerstattungen und Chargeback-Vermeidung umfassen.

  • Prototypen für maschinengetriebene Szenarien mit x402 und dem MCP Server, um APIs per Call zu monetarisieren – ohne Konten oder Karten.

  • Beobachtet, wie Visa’s USDC-Abwicklung die Treasury-Landschaft verändert. Entwickelt eine Compliance-Strategie im Rahmen der neuen Bundesregelung (CNBC).

  • Vorbereitung auf durchgehende Märkte: Wer Hedging oder strukturierte Produkte anbietet, sollte seine Risikowerkzeuge auf Coinbase’s 24/7-Futures und die kommende Optionsliquidität nach Deribit-Übernahme abstimmen.

Für Nutzer:innen: Sicherheit für die Super-App-Ära

  • Trennt Ausgaben von Ersparnissen: Legt einen kleinen USDC-Betrag in einer „Spending“-Wallet für Mini-Apps oder x402-Abos bereit. Der Rest gehört in sichere Offline-Speicherung.

  • Self-Custody für Langzeitwerte: Hardware-Wallets wie OneKey interpretieren Multichain‑Self‑Custody erstmals mit Blick auf KI-Zahlungen und Nonstop-Transaktionen – so bleibt man Herr der eigenen Schlüssel, während man gleichzeitig flexibel mit Base & Co. interagieren kann.

Fazit

Die jüngsten Produktreleases von Coinbase sind keine inkrementelle Verbesserung – sie markieren einen strategischen Umbau der monetären Infrastrukturschicht des Internets rund um Stablecoins. Mit Visa’s USDC-Abwicklung im Bankenalltag und einem klaren regulatorischen Rahmen ist das Timing ideal. Wenn sich Coinbases Vision der „Everything Exchange“ bewahrheitet, wird die Super-App der 2030er kein geschlossenes Ökosystem auf Kartenbasis sein – sondern ein offenes, programmierbares Netzwerk, in dem USDC das Standard-Zahlungsmittel ist, KI-Agenten über HTTP 402 bezahlen und Nutzer:innen mit eigenen, möglichst hardwaregesicherten Schlüsseln agieren.

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